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Eine Bachelorarbeit gibt Antworten auf das Hör- und Bedienverhalten der Zukunft

Bruening Stip H
© Stephan Brüning

Wie sieht ein Abspielgerät in Zeiten von Musikstreamingdiensten aus, oder wie wird ein Radio zu einem Smart Object? In seiner Bachelorarbeit analysierte Stefan Brüning von der Kunsthochschule Berlin-Weißensee zunächst Smart Objects wie das Apple iPhone oder den Personal Assistant Alexa von Amazon. Er kam zu dem Ergebnis, dass mit jedem Innovationszyklus das Angebot an Funktionen inflationär steigt – und somit die Komplexität der Systeme. Seine logische Schlussfolgerung: zurück zur Simplizität und Funktionalität einfacher Knöpfe und Schalter.

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Unter dieser Vorgabe konzipierte Brüning ein radikal neues Abspielgerät für Musik. Er fragt: „Gibt es ein Gerät, das so einfach ist wie ein Radio, so emotional wie ein Plattenspieler, so umfassend wie iTunes und so smart wie Spotify?“ Die Antwort trägt den Namen MA-CF1700 S, hat einen An- und Ausschalter und einen „jo“- und „no“-Button, mit dem der Hörer einen Song speichern oder „skippen“ kann. Fertig ist das Bedienkonzept. Like it?

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Eine weitere Besonderheit des MA-CF1700 S: Kein Konzern soll sich durch billige Reproduktion daran bereichern können. Daher auch kein hipper Produktname. Stattdessen soll das Gerät mit downloadbarer Bauanleitung und simplen, im Handel einfach erhältlichen oder per 3D-Drucker erzeugbaren Bauteilen für jedermann zusammenzusetzen sein.

Antragsteller: Stefan Brüning, Kunsthochschule Berlin-Weißensee
Projekttitel: Bachelorarbeit „Smart Nonsmart Interfaces“