Rettet die Reste

Das Innovationszentrum Lichtenfels e.V. fördert Kreativität in Kreisläufen

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© Innovationszentrum Lichtenfels e.V.

„Aus alt mach neu“ ist eine altehrwürdige Idee, die als Upcycling neue Aktualität gewinnt. Das aus der Not geborene Prinzip der Wiederverwertung ist heute ein Statement gegen den Überfluss der Wegwerfgesellschaft. Dabei ist Upcycling mehr als nur Ressourcenschonung. Es heißt, auch den Blick auf das Objekt zu verändern und aus Dingen etwas Neues zu schaffen. Ein Prinzip, das an Designhochschulen zwar gelehrt, von den Studierenden aber am besten durch praktische Übungen gelernt wird.

Das haben auch Rudolf Worofka und Nina Renth vom Innovationszentrum Lichtenfels e.V. erkannt. Der Schreiner und die Produktdesignerin arbeiten seit Jahren mit Möbelabfällen des IKEA Einrichtungshauses in Fürth und kamen auf die Idee, ihr Upcycling-Know-how in regelmäßigen Workshops an die Designstudenten im Coburger Designforum Oberfranken weiterzugeben. 

Vom halben Schrank zum ganzen Wandorganizer 


Die Idee hinter den Upcycling-Workshops war es, clevere Produkte zu entwickeln, die in Serie vorbereitet und möglichst einfach zusammengebaut werden können. So entstanden in den ersten Workshops aus vermeintlich nicht mehr nutzbaren Lattenrosten, aus Kleiderstangen, MDF-Platten und weiteren Kleinteilen praktische Wandorganizer für Küche oder Werkstatt. Dann wurden die Projekte größer und ambitionierter. Aus dem Workshop „Starter Kit“ gingen ganze Bürolösungen für investitionsschwache Start-ups hervor. Und sogar eine komplette Laden- und Werkstatteinrichtung für ein Geschäft mit Keramikarbeiten wurde realisiert. Und das alles aus IKEA-„Abfällen“, die ansonsten verbrannt worden wären.

Antragsteller: Innovationszentrum Lichtenfels e.V.
Projekttitel: Upcycling-Workshops „Kreativität in Kreisläufen“