Und was essen wir morgen?

Das Projekt „Local Collective“ gibt Antwort auf die Frage nach der Ernährung der Zukunft

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© Stephanie Poole

Was essen wir morgen? Wie und wo wird in Zukunft unsere Nahrung produziert? Wenn 2050 knapp 10 Milliarden Menschen die Erde bewohnen – von denen rund zwei Drittel in städtischen Regionen leben – werden diese Fragen immer drängender. Die Diplomantin Stephanie Poole ist auf ein in Asien und Südamerika bereits bekanntes System der urbanen Nahrungsproduktion gestoßen, das mehreren der genannten Herausforderungen begegnen kann: die Aquaponik – eine auf den Prinzipien des ökologischen Kreislaufes basierende Kombination aus Fisch- und Pflanzenzucht.

Im Gleichgewicht

Aquaponik bietet aus der Sicht Pooles somit einen idealen Lösungsansatz für eine urbane Nahrungsproduktion: „Wertvolle Umweltressourcen wie Wasser, Nährstoffe und Bodenfläche bekommen durch die Kombination einen doppelten Nutzen und somit ein hohes Effizienzpotenzial. Die Fischexkremente werden bakteriell in Nährstoffe für die Pflanzen umgewandelt und geben ihnen so die Grundlage zum Wachsen.“ Pooles Designentwurf „Local Collective“ zeigt die konkrete Umsetzung der Aufzuchtfarmen innerhalb der Architektur und des Wohnumfeldes. Die gebäudeintegrierte Aquaponik lässt die Nutzer und Bewohner aktiv an der Produktion ihrer Nahrung teilhaben. Das Design wird somit zum unterstützenden Element eines notwendigen gesellschaftlichen Wandels.

Antragsteller: Stephanie Aimée Poole, Fachbereich Produktdesign Kunsthochschule Kassel
Projekttitel: Diplomarbeit „local collective“