Erstes Großprojekt für Flüchtlingskinder

IKEA Stiftung finanziert „Kinderfreundlichen Raum“ im ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof

Kinderfreundlicher Raum
© Save the Children e.V., Berlin


P R E S S E I N F O R M A T I O N

München, 22. Dezember 2015. Der erste von der IKEA Stiftung finanzierte „Kinderfreundliche Raum“ wird im ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof eröffnet. Ermöglicht wird das deutsche Pilotprojekt zur Betreuung von Flüchtlingskindern durch eine Sonderspende in Höhe von 680.000 Euro an die Kinderschutzorganisation Save the Children e.V.

Die „Kinderfreundlichen Räume“ von Save the Children, der weltweit größten unabhängigen Kinderrechtsorganisation, bieten Kindern in Notsituationen eine geschützte Umgebung. Das Konzept, rund um den Globus in Krisenregionen erprobt, kommt nun erstmals in Deutschland zum Einsatz. Im Berliner Tempelhof leben derzeit rund 2.000 Flüchtlinge – davon sind 40 Prozent Kinder. Die Situation ist oft chaotisch. Es fehlt an Platz und Spielsachen, an Ruhezonen und Bewegungsmöglichkeiten – angesichts der dramatischen Erfahrungen, die viele Kinder auf der Flucht gemacht haben, ein unhaltbarer Zustand. Der „Kinderfreundliche Raum“ schafft Abhilfe.

Der Hoffnung Raum geben

In dem über 350 m² großen Raum sorgt speziell nach dem international anerkannten PEH-Ansatz (Psychologische Erste Hilfe) ausgebildetes Personal für einen strukturierten Tagesablauf. Er hilft den Kindern im Alter von 3 bis 13 Jahren, das Gefühl von Sicherheit und Normalität zurückzugewinnen. Beim freien Spielen, Singen, Basteln oder Tanzen können Mädchen und Jungen hier einfach nur Kind sein. Die Lern- und Spielangebote bereiten die Kinder zudem auf deutsche Kitas und Schulen vor. Auch Mütter und Väter mit Babys und Kleinkindern von 0 bis 3 Jahren finden in der Eltern-Baby-Zone Spiel- und Rückzugsmöglichkeiten.

Sonderspende ermöglicht „Kinderfreundlichen Raum“

Jedes Jahr unterstützt die deutsche IKEA Stiftung mehr als 100 kleine und große Projekte mit insgesamt mehr als 1,5 Mio. Euro aus den Stiftungserträgen. Die zusätzliche Hilfe für den „Kinderfreundlichen Raum“ wurde durch eine Sonderspende von IKEA Deutschland möglich.

Weitere Unterstützung bekommt das Projekt vom IKEA Einrichtungshaus Berlin-Tempelhof: Die Interieur-Designerin Jante Locher half bei der Planung der kindgerechten Räume, das Einrichtungshaus spendete Möbel, und IKEA Mitarbeiter halfen beim Aufbau.

Hilfe für Flüchtlinge wird bei IKEA auf vielen Ebenen geleistet

Fast alle der 50 deutschen IKEA Einrichtungshäuser haben in ihren jeweiligen Regionen bereits lokale Projekte für Flüchtlinge unterstützt, bundesweit konnte IKEA damit schon über 380 Flüchtlingsinitiativen helfen.