Der Klang der Dinge

Die Pinakothek der Moderne in München macht per App jetzt auch Hörsinn.

Design Klang Head
© Pinakothek der Moderne, München

Das Museum stimuliert primär den Sehsinn und (falls Anfassen erlaubt) noch  den Tastsinn. Sträflich vernachlässigt muss sich der Hörsinn fühlen. Ist das mit ein Grund, warum junge Leute, die mit Klangerzeugern auf den Ohren geboren zu sein scheinen, die Stille der Museen meiden? Die Neue Sammlung der Pinakothek der Moderne – schon dem Namen nach dem Neuen aufgeschlossen – wollte es auf einen Versuch ankommen lassen und ließ eine App programmieren, die Exponate akustisch erklingen lässt.

Das Ohr sieht mit.

Designexponate der Sammlung, die von der Gründerzeit bis heute reicht, werden durch die Zuordnung ihrer spezifischen Klänge und Geräusche zur auralen Skulptur: Elektrogeräte, Fahrzeuge, Dinge des täglichen Gebrauchs werden sichtbar in ihrem Design und hörbar in ihrer Funktion. Die App wird auf dem eigenen Smartphone genutzt und ermöglicht so eine individuelle Erkundung der Ausstellung. Darüber hinaus kann man auch vom heimischen Sofa aus einen Ausflug in die Welt des „Sound of Design“ machen. Klingt gut, fand die IKEA Stiftung – und förderte.

Antragsteller: Die Neue Sammlung, Pinakothek der Moderne, München
Projekttitel: Design Experience